Daniel trifft… Marius Donhauser, Geschäftsführer von hotelkit – Folge 3

Herzlich Willkommen zu ‘Daniel trifft’, unserer neuen Interview-Serie mit Gründern und spannenden Persönlichkeiten rund um die Hotelindustrie.

Mit dieser Serie versuchen wir die Menschen hinter einer Marke ein wenig näher kennenzulernen und zu verstehen, wie es zur jeweiligen Dienstleistung oder Lösung kam. Wir freuen uns auf spannende Gründergeschichten, absolutes Chaos, Gründungen in Garagen und Getränkelagern, verrückte Pitches, einmalige Zufälle und vieles mehr, was man bislang über die Gesprächspartner und Ihre Firmengeschichten nicht lesen konnte.

Und klar, wir erfahren natürlich auch ein wenig über die Dienstleistung oder Lösung und wie sich diese vom Wettbewerberumfeld unterscheidet.

Los geht´s! Folge 3: Daniel trifft… Marius Donhauser, Geschäftsführender Gesellschafter von hotelkit.net.

Daniel: Hallo nach Österreich und herzlich Willkommen bei ‘Daniel trifft…’ diesmal mit Magister Marius Donhauser – das sagt man wohl in Österreich dazu – dem Gründer und geschäftsführenden Gesellschafter von hotelkit.

Marius: Hallo Daniel. Ja, mit dem Magister sind die Österreicher speziell, aber ich persönlich mag das nicht so sehr und habe das, glaube ich, nicht mal in meiner Signatur stehen.

Daniel: Oh doch. Ist wirklich drin.

Marius: Oha, dann habe ich Dir wahrscheinlich meine österreichische Signatur geschickt.

Daniel: Ok, ohne Magister. Marius Donhauser, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von hotelkit. Marius, erzählst Du uns ein wenig über Dich selbst, Dein Weg vor hotelkit und Dein Background?

Marius: Gerne. Ich habe internationale Wirtschaftswissenschaften in Innsbruck studiert. Was mir von meinen Eltern in die Wiege gelegt wurde, ist die Selbständigkeit. Meine Eltern sind Beide selbständig mit einem Hotelbetrieb und damit war für mich die Selbständigkeit, die mich immer fasziniert und angezogen hat, immer schon vorgegeben.

Mir war dabei eigentlich auch Wurs(ch)t mit was, aber ich wollte immer etwas auf selbständiger Basis machen. Daher habe ich bereits während meines Studiums die verschiedensten Dinge ausprobiert. Ich habe genau in der richtigen Zeit studiert, als die digitalen Themen aufkamen, wobei man mit sehr geringem Kapitaleinsatz viele Dinge ausprobieren konnte. In dieser Zeit habe ich beispielsweise bereits eine Werbeagentur gegründet, Websites erstellt und verschiedenste Projekte mit größerem Umfang ausprobiert; z.B. die Gründung eines Online Reiseführers oder einen Ableger von Facebook für den deutschsprachigen Raum, wobei hier StudiVZ damals schneller war.

‘Wir haben die verschiedensten Dinge einfach ausprobiert, die alle grandios gescheitert sind.’ – Marius Donhauser, Gründer und Geschäftsführer von hotelkit

Wir haben die verschiedensten Dinge einfach ausprobiert, die alle grandios gescheitert sind. Daraus resultierte die Entscheidung, dass es als ‘Web-Entrepreneur’ doch nicht funktioniert und es doch besser wäre wieder nach Haus zu kehren und das Hotel zu übernehmen. Und im Zuge der Hotelübernahme konnte ich mein gesammeltes Web- und Software-Wissen einbringen, wodurch ich eine Art Vorläufer von hotelkit bei uns im Hotel implementiert hatte.

Daniel: Gleich mehr zum Start von hotelkit. Lass uns kurz den klassischen Elevator Pitch einschieben. Wenn Du jemandem im Aufzug in 2 Sätzen erklären müsstest, was die konkrete Dienstleistung von hotelkit darstellt, was wäre das?

Marius: hotelkit kann man sich als Kombination aus Wikipedia und Facebook für das eigene Hotel vorstellen. Wikipedia im Sinne des einfach aufbereiteten und für jeden Hotelmitarbeiter abrufbaren, gesamtheitlichen Unternehmenswissens.

Und auf der anderen Seite die einfachen Kommunikationsmöglichkeiten, welche man von Facebook kennt zur Vereinfachung der internen Kommunikation. Das bringt hotelkit glaube ich ganz gut auf den Punkt:

Eine Social Intranet Lösung, um die interne Kommunikation und das Qualitätsmanagement zu verbessern.

Daniel: Super. Ich bin immer wieder hoch erfreut, wenn es funktioniert. Ihr hättet Euch also Wikibook oder Facepedia nennen können 😉

Marius: Ja, am Anfang hiess es tatsächlich hotelWiki und war auch unter diesem Namen bei uns im Hotel als Prototyp implementiert. Dann konnten wir aber sehr schnell erkennen, dass es mehr ist als eine reine Wiki-Plattform. Das Thema Wissensmanagement war am Anfang die grundlegende Idee und dann kamen die ganzen Kommunikationsthemen hinzu und aus Wiki wurde ‘kit’ im Sinne des Baukastenprinzips mit verschiedensten Tools um ein Hotel zu organisieren. Und so entstand der Name hotelkit.

Daniel: Jetzt hatte ich Dich zuvor unterbrochen, als Du ansetzen wolltest, da wir jetzt zu dieser Frage zurückkommen:
Wie bist Du auf die Idee gekommen, hotelkit zu gründen, sprich was ist die Entstehungsgeschichte dahinter – ein wenig kenne ich die Geschichte dahinter bereits aus einem anderen Gespräch – und wann hast Du erkannt, dass dies etwas für die Hotellerie allgemein wäre?

Marius: Ich hatte, wie gesagt, schon die verschiedensten Projekte ausprobiert, die alle nicht so wirklich funktioniert hatten, und was ich seit Anbeginn schon immer ganz gut konnte und kenne ist die Hotellerie an sich, da ich einen im positiven Sinne hotelverrückten Vater habe und unser Hotel in der Familie immer einen sehr hohen Stellenwert hatte. Wir haben uns immer sehr viel darüber unterhalten und mir macht die Branche einfach auch sehr viel Spass.

‘Nachdem ich das Hotel übernommen hatte, merkte ich sehr schnell, dass man sich als Hotelier wie ein Hamster im Laufrad fühlt.’ – Marius Donhauser, Gründer und Geschäftsführer von hotelkit

Nachdem ich das Hotel übernommen hatte, merkte ich sehr schnell, dass man sich als Hotelier wie ein Hamster im Laufrad fühlt.

Interne Kommunikation ist sehr schwierig, da die Mitarbeiter keine personalisierten Emailadressen haben, es gibt eine hohe Fluktuation, unterschiedlichste Dienstzeiten, wodurch viele Mitarbeiter nicht zum gleichen Zeitpunkt im Hotel sind usw.

Durch mein Software-Wissen sowie die Art und Weise, wie ich zuvor mit meinen Projektpartnern und Programmierern zusammen gearbeitet hatte, haben wir uns sehr schnell eine Wiki-Plattform zusammengeschustert, um das Wissen meiner Eltern, wie auch von langjährigen Mitarbeitern, zu dokumentieren, da ich auch erkannt hatte, dass ich einmal anders als meine Eltern arbeiten möchte. Ich wollte nicht wegen jedem Sch… von den Mitarbeitern angerufen werden. Und so entstand im eigentlichen Sinne hotelkit.

Ich habe es bei uns im Betrieb eingeführt, die Lösung einigen Freunden mit eigenem Hotel gezeigt, die bei Ausweitung des Projektes direkt an Bord kommen wollten und mich motivierten dies auszubauen. Was dann auch ganz gut funktionierte.

Ich glaube das Erfolgsrezept liegt darin begründet, dass die Lösung aus einem wirklichen ‘Need’ bzw. einer ‘Pain’ entstanden ist, da dieser Bedarf bereits in den Hotels vorhanden war. Jemand, der nicht in der Hotellerie arbeitet, kann sich dies eigentlich nicht vorstellen. Aber begründet auf dem vorhandenen Bedarf, kombiniert mit dem Wissen, wie man eine solche Plattform aufzieht, ist hotelkit entstanden und ist heute erfolgreich.

Daniel: Also ein ganz klarer Vorteil die tatsächliche Branchenkenntnis zu haben.

Marius: Genau, die Möglichkeit im Vertrieb mit den Hotelkunden als eigentlicher Hotelier in deren Sprache zu kommunizieren, aber eben auch Software zu erstellen, ist sehr wichtig.

Was ich darüber hinaus sehe, ist der Ansatz, dass jemand ein Produkt entwickelt und dazu künstlich eine Art ‘Pain’ und damit die Rechtfertigung für das Produkt kreiert. Bei uns hingegen war die ‘Pain’ bereits vorhanden und wir haben uns dazu eine Lösung überlegt.

Daniel: Spannend. Ich werde wohl auch für 1-2 Jahre ein Hotel aufmachen müssen, um weitere ‘Schmerzpunkte’ der Hoteliers herauszufinden (Redaktion: besser den Profis überlassen!).

Marius: Absolut. Ich habe inzwischen die Betreibergesellschaft des Hotels gemeinsam mit meiner Frau übernommen und kümmere mich um die strategische Ausrichtung. Hotellerie macht einfach sehr viel Spass und ist extrem vielfältig in allen Themen hinsichtlich Vertrieb oder auch Mitarbeiter. Die Hotellerie ist eine spannende, aber nicht einfache Geschichte.

Daniel: Das wäre vielleicht ein interessanter Anlass in ein paar Monaten ein zweites Interview zu machen und zu diskutieren, wie sich die Hotellerie weiterentwickelt.

Was ich auch interessant finde: Es gab ja eventuell damals den Ausgangspunkt zu ermitteln, ob es denn bereits eine Lösung der beschriebenen ‘Pain’ auf dem Markt gibt, bevor man selbst etwas baut. Das führt mich auch zur nächsten Frage:

Gibt es denn einen potenziellen Wettbewerb zu hotelkit, und wenn ja, was wäre der Unterschied, was ist besonders bei Euch oder mit wem vergleicht Ihr Euch? Sprich, was ist Euer Wettbewerberumfeld heute und was war der Status Quo beim Start von hotelkit?

Marius: Als wir angefangen haben, gab es natürlich bereits Social Intranet Anbieter – heute in einem noch größeren Ausmass. Aber deren Zielgruppe sind eher StartUps, digitale Unternehmen oder Agenturen und die Lösungen sind eher für diese Art von Unternehmen optimiert.

Wir hingegen spezialisieren uns extrem auf die Hotellerie und schauen uns in unserer Branche Themen, Prozesse und Probleme an, welche sehr speziell ablaufen. Diese versuchen wir zu digitalisieren und eine Branchenlösung anzubieten.

Die Hotels an sich unterscheiden sich grundlegend schon sehr stark, aber in den internen Prozessen sind sie dann doch sehr ähnlich aufgebaut. Insofern gibt es bis auf uns eigentlich keinen auf die Hotellerie spezialisierten Social Intranet Anbieter.

Gleichzeitig entwickeln wir unsere Lösung immer weiter und gehen verstärkt in den Bereich Operation Software hinein, wie z.B. beim Thema Reparatur-Management. In diesen neuen Bereichen gibt es teilweise bereits Anbieter im Markt, welche einzelne Funktionen von uns anbieten, wie das genannte Reparatur-Management oder eine Housekeeping-App. Sprich mit unserem Gesamtpaket haben wir eigentlich keinen direkten Konkurrenten, aber hinsichtlich Social Intranet Anbietern wie beispielsweise slack oder auch Salesforce mit Ihrer Chat-Funktion. Wir sehen aber eigentlich nicht, dass Hotels mit diesen Tools arbeiten würden. Direkte Konkurrenten haben wir also keine. Aber indirekte Konkurrenten wie PMS Anbieter, welche einzelne Komponenten von uns abbilden, oder allgemeine Social Intranet Anbieter gibt es natürlich schon.

Daniel: Was hat sich in der Hotellerie in den letzten Jahren verändert, wodurch eine Lösung wie Hotelkit noch mehr Sinn macht? Liegt das an veränderten Prozessen, der zunehmenden Geschwindigkeit im heutigen Arbeitsalltag und wie Informationen ausgetauscht werden oder der grundlegenden Herangehensweise?
Was spielt Euch hierbei ein wenig in die Karten?

‘Die Hotellerie hat sich in den letzten Jahren durch die zunehmende Digitalisierung extrem weiterentwickelt.’ – Marius Donhauser, Gründer und Geschäftsführer von hotelkit

Marius: Die Hotellerie hat sich in den letzten Jahren durch die zunehmende Digitalisierung extrem weiterentwickelt.
Gerade vertriebsseitig durch die zunehmende Digitalisierung und Geschwindigkeit bei der Weiterentwicklung des eigenen Hotelproduktes. Man kann sich nicht mehr ausruhen, sondern muss immer besser werden, gerade auch in den Prozessen in einem Hotel, da ein Kunde Dich über die verschiedensten Bewertungsplattformen jederzeit ‘abstrafen’ kann.

Und dabei hilft hotelkit immens weiter, indem man über unser Ideen-Management Fehler viel schneller aufzeigen und neue Ideen wie auch Prozesse dadurch schneller kommunizieren kann. Dadurch werden Mitarbeiter schneller Up-To-Date gebracht, sobald es Neuigkeiten gibt.

Die Mitarbeitersituation in der Hotellerie hat sich durch den vorhandenen Fachkräftemangel auch nicht verbessert. Man muss sich als Hotelbetrieb den potenziellen Mitarbeitern gegenüber sehr attraktiv präsentieren und dabei hilft beispielsweise eine Lösung wie hotelkit, da diese den Mitarbeitern die Möglichkeit gibt sich einzubringen bzw. auf eine innovative Art und Weise zu arbeiten – ohne Zettelwirtschaft.

Der Zeitgeist spielt uns dabei sicherlich auch in die Hände. Vor 10 Jahren hätte hotelkit sicherlich noch nicht funktioniert:
Cloud-Systeme, Kommunikation und Mitarbeiter sollen sich einbringen, das geht ja gar nicht!

Da haben wir wohl genau den richtigen Zeitpunkt erwischt. Es gibt einfach einige Faktoren, welche aktuell passen; wie Du gesagt hattest die zunehmende Geschwindigkeit, man muss ständig am Ball bleiben und es gibt einfach keine Möglichkeit sich auszuruhen. Auch die Motivation der Mitarbeiter, wobei das Bewusstsein bei den Hoteliers wächst, dass man in diesem Bereich etwas machen muss, um produktiver zusammenzuarbeiten und den Kommunikationsfluss in Gang zu halten. Dazu sagen einige, dass hotelkit ‘sexy’ ist und es Spass macht, damit zu arbeiten. Und somit spielen uns die Veränderungen in der Hotellerie tatsächlich in die Hände.

Daniel: Absolut! Wer ist denn bei Neukunden typischerweise Euer Ansprechpartner im Hotel und wie stellt sich der Prozess beim Onboarding von Neukunden dar?

Gibt es spezifisches Training oder Prozesse für einen optimalen Start? Schaut Ihr Euch die Kunden im Einzelnen an oder ist das ein standardisierter Ablauf?

Marius: Im Verkaufsgespräch ist das typischerweise der Geschäftsführer, welcher oft Abteilungsleiter hinzuzieht und sich Feedback einholt. Das ist auch absolut positiv, da er/sie damit direkt auch die Mitarbeiter für das Projekt abholt, falls er sich dafür entscheidet.

Je nachdem wie tief ein Hotel hotelkit in die internen Prozesse einführt, arbeitet hierbei das Front Office Team und die Abteilungsleiter damit bzw. das gesamte Hotelpersonal inklusive der einzelnen Housekeeping Mitarbeiter.
Von daher sind die Anwender sehr breit gestreut.

Was bei uns speziell zu beobachten ist, ist dass der Hotelier, Geschäftsführer oder auch Hoteldirektor selbst mit dem Tool arbeitet. Da sind wir sicherlich eines der wenigen Tools im Vergleich zu einem PMS, in welchem der Hotelier sich vielleicht ein paar Reports zieht. Oder auch eine Booking Engine haben die meisten Hoteliers sicherlich noch nicht selbst gewartet. Das bedeutet für uns, dass er eine Meinung zu hotelkit hat, die zumeist sehr positiv ist und das ist wiederum für uns von Vorteil, da er davon oft seinen Freunden erzählt.

‘hotelkit ist eine der ganz wenigen Software-Applikationen mit denen der Hotelier selbst arbeitet, die App auf sein Handy lädt und sich dort einloggt und einbringt.’ – Marius Donhauser, Gründer und Geschäftsführer von hotelkit

Beim Thema Ansprechpartner kommt es für uns auf die Größe des Hotels an. Das kann der Geschäftsführer selbst sein, der Operations Manager oder auch Front Office Manager. Grundlegend derjenige, welcher das Tool intensiv zu Kommunikationszwecken verwendet.

Hinsichtlich des Onboardings kann man unser Tool 30 Tage kostenlos testen.

Diese Testphase ist für uns eigentlich die intensivste Phase mit den Hotels, da in dieser Zeit die Schulungen stattfinden. Beispielsweise die Admin-Schulung mit dem Front-Office oder auch Operations Manager, damit dieser das Tool sehr tief kennenlernt. Dabei geben wir anstatt einem Funktionsüberblick eher eine Best Practice Schulung und zeigen auf, wie man verschiedene Bereiche optimal nutzen kann, welche Prozesse möglich sind und welche Dinge man mit dem Tool abbilden kann.

Die 2. Schulung mit den Usern, z.B. den Rezeptionisten, der Hausdame oder auch dem Housekeeping Team, geht eigentlich via Screen-Sharing sehr schnell. Auch hier zeigen wir eigentlich eher die Möglichkeiten auf, wie man das Tool für den jeweiligen Bereich einsetzen kann. Danach gibt es ein gemeinsames Kick-Off, wodurch die Testphase von 30 Tagen eingeleitet wird. In dieser Zeit können die Neukunden mit dem Tool arbeiten, testen und Rückfragen stellen. Es gibt natürlich eine ständige Betreuung mit Tutorials, Webinaren für neue Produkte und Best Practices.

Was wir von Anfang an gemacht haben, war keine Individualprogrammierung, wenn ein Kunde eine neue Funktion anfragt. Wir schauen uns eher an, ob angefragte Funktionen nur im jeweiligen Hotel sinnvoll oder für die Mehrzahl unserer Kunden genauso wichtig wären und ob wir dies verwenden können.

Ich glaube unser Ansatz Kunden bzw. User zu involvieren und Ihre Ideen und Wünsche für Weiterentwicklungen aufzunehmen, ist auch einer unserer Erfolgsfaktoren. Das ist zum Teil sehr anstrengend, da man von vielen Seiten Feedback bekommt, aber andererseits sehr interessant, da man auf das Wissen der Masse zurückgreifen kann.

Das hotelkit Team

Daniel: Und damit seid Ihr mit Eurer Lösung ganz nah an den Prozessen der Hotellerie. Klingt logisch! Du hattest die Schulungen genannt; in welchen Sprachen bietet Ihr derzeit diese an? Deutsch und englisch oder auch weitere Sprachen?

Marius: Genau. Das User Training bieten wir auf deutsch und englisch an, im Bedarfsfall auch auf französisch. Das Tool selbst bieten wir in mehreren Sprachen an, darunter deutsch, englisch, französisch, italienisch und türkisch.

Das schöne in der Hotellerie ist, dass die meisten Mitarbeiter ganz gut englisch sprechen und daher passen Schulungen auf englisch eigentlich ganz gut. Wir sind übrigens sehr schnell in der Übersetzung des Tools und können bei Bedarf das Tool innerhalb von 2 Wochen auf die gewünschte Sprache übersetzen. Die Trainings sind jedoch weiterhin auf englisch.

Daniel: Gibt es Neuigkeiten rund um hotelkit? Was passiert derzeit? Neue Ideen? Neue Lösungen?

Marius: Wir sind ständig dabei unser Tool zu verbessern und neue Funktionen anzubieten. Letztes Jahr war die Entwicklung unserer App ein ganz großes Thema, welche für iOS und Android zur Verfügung steht.

Die hotelkit App für iOS und Android

Wir sehen seit Einführung der mobilen Plattform vor einem Jahr, dass ein großer Anteil der Nutzung von hotelkit darüber passiert und damit auch bei uns die Tendenz der zunehmenden mobilen Nutzung und richten unsere Lösung zunehmend danach aus. Sprich die Überlegung was sinnvolle Lösungen sind, wenn der Mitarbeiter mobil im Hotel unterwegs ist und hotelkit auf seinem Smartphone verwendet.

Beispielsweise haben wir auf der ITB in Berlin das Reparatur-Management herausgebracht, wobei der Mitarbeiter beispielsweise durch das Haus geht, mit seinem Smartphone Fotos macht und per Reparaturauftrag zum entsprechenden Empfänger verschickt. Dieser bekommt per Push-Notification dann den Reparatur-Auftrag samt Foto auf sein Smartphone gesendet. Die Rückmeldung zu dieser Funktion ist immens gut und daher sind wir auch ständig daran dies weiterzuentwickeln und mehrere Funktionen hinzuzufügen.

Die hotelkit App im Einsatz

Darüber hinaus gibt es viele, viele Ideen wie Checkliste oder den Dienstplan, um den Hotelalltag für unsere Kunden so einfach wie möglich zu gestalten. Unser Claim ‘tools to organize your hotel’ passt daher immer besser. Wir haben verschiedenste Tools, die ein Hotelier nutzen kann, um den Hotelalltag zu erleichtern.

Daniel: Wo siehst Du hotelkit in 2-3 Jahren? Bleibt es dabei die Kernkompetenz des Tools kontinuierlich zu erweitern oder siehst Du auch die Möglichkeit neue Nutzungsstränge oder sogar neue Branchen anzugehen? Was ist Deine Vision?

Marius: Einerseits zielen wir ganz stark darauf ab branchenspezifisch für die Hotellerie die Prozesse abbilden zu können und wie vorher beschrieben den Alltag zu erleichtern sowie über Schnittstellen in weitere Bereiche einzugliedern. Da haben wir auch durch unsere Kunden viele Ideen. Keinesfalls werden wir in Richtung PMS gehen, um die Gastverwaltung mit abzubilden. Das machen bestehende PMS Lösungen sehr gut und in diesen Bereich werden wir sicherlich nicht gehen, sondern eher schauen, wie man relevante Informationen über Schnittstellen mit den PMS Anbietern bekommen kann. Wir werden also weiterhin versucht sein uns auf die Themen interne Kommunikation, Zusammenarbeit und Kollaboration mit Schwerpunkt auf den Mitarbeiter zu konzentrieren.

In anderen Branchen haben wir über die Zeit auch weitere Kunden ausserhalb der Hotellerie gewonnen; z.B. den Tourismusverband, Pflegeeinrichtungen oder auch Ärzte.

Wir sehen den medizinischen Bereich dabei als sehr interessant an, da hierbei einige Prozesse sehr ähnlich zur Hotellerie ablaufen. Diese haben zwar keine Gäste, sondern Patienten, aber grundsätzlich gibt es genauso eine Rezeption und auch weitere Prozesse, die ähnlich ablaufen, wenn es darum geht einen Patienten zu beherbergen. Daher sehen wir in diesem Industriebereich durchaus Potenzial für eine Lösung.

Wir haben bereits eine Plattform, welche sich medikit nennt, womit wir Ärzte ansprechen und auch schon erste Kunden gewonnen haben.

Wir sehen aber auch, dass wir in der Nische Hotels sehr gut aufgestellt sind, viel Potenzial vorhanden ist und dies möchten wir als unser Kerngeschäft auch weiter vorantreiben.

Gleichzeitig lassen wir uns weitere Optionen nicht nehmen und schauen einfach mal für welche ‘verwandten’ Branchen das Produkt auch passen könnte. Aber unsere Hauptzielgruppe und die hauptsächliche Entwicklung verbleiben die Hotels.

Daniel: Prima, das war es auch schon fast. Für die Hoteliers, welche mehr über hotelkit und Euer Produkt erfahren möchten; wo würdest Du diese hinschicken bzw. wo kann man Euch treffen?

Marius: Am Besten informiert man sich auf unserer Website www.hotelkit.net. Da wird unser Produkt eigentlich schon ganz gut beschrieben.

Was wir darüber hinaus immer anbieten, wäre ein Anfrageformular oder auch direkt bei uns anzurufen und eine Online-Demo anzufragen. Innerhalb von 30 Minuten führen wir dabei durch ein LIVE-System – praktischerweise durch mein eigenes Hotel – und zeigen dabei, wie wir das Tool bei uns im Alltag verwenden. Dadurch kann man sich bereits ein sehr gutes Bild davon machen, was mit hotelkit möglich ist und am Besten direkt in eine 30-tägige Testphase gehen, um das Ganze bei sich im Hotel auszuprobieren.

VIELEN DANK Marius für das Interview! Wir sind sehr, sehr gespannt, wie es mit hotelkit weitergeht und in welche Branchen Ihr in den nächsten Jahren reinschauen werdet. Wir werden das auf jeden Fall begleiten und freuen uns darauf.

Über hotelkit:
hotelkit ist eine webbasierte Social Intranet Plattform, welche Individualhotels sowie Hotelketten hilft die interne Kommunikation zu verbessern und Qualitäts- & Prozessmanagement auf einem neuen Level umzusetzen.

Weitere Informationen unter:
Tel.: +43 662 / 23 80 80
Email: info@hotelkit.net
Web: www.hotelkit.net